
Hochzeit in Hannover, Basilika St. Clemens und Feier am See
Diese Hochzeit in Hannover hatte unglaublich viele kleine Geschichten.
Der Tag begann getrennt voneinander. Zuerst war ich beim Bräutigam und seinen Freunden, später bei der Braut mit ihren Freundinnen. Schon dort entstand vieles, was ich an Hochzeitsreportagen mag: Männer, die sich gegenseitig bei Fliegen und Krawatten helfen, Freundinnen beim Ankleiden, ein Glas Sekt zwischendurch und all die kleinen Dinge, die passieren, bevor überhaupt jemand zur Trauung fährt.
Es war kein ruhiger, minimalistischer Morgen. Überall waren Menschen, Gespräche, Bewegung und Details.
Trauung in der Basilika St. Clemens
Die Trauung fand in der Basilika St. Clemens in Hannover statt.
Schon beim Einzug merkte man, wie viel dieser Moment dem Bräutigam bedeutete. Während der Zeremonie kamen ihm die Tränen, und auch bei den Gästen passierte ständig etwas.
Kinder drehten sich um, Menschen reagierten aufeinander, Hände wurden gehalten, Blicke ausgetauscht. Für mich war das genau die Art von Trauung, bei der ich kaum etwas suchen muss. Man muss nur aufmerksam genug sein, um gleichzeitig mehrere Ebenen zu sehen.
Nach dem Auszug warteten die Gäste vor der Kirche und empfingen das Paar mit Rosenblättern.
Innerhalb weniger Minuten war aus der konzentrierten Stimmung der Kirche eine völlig andere Situation geworden: Gratulationen, Kinder zwischen den Erwachsenen, Umarmungen, Lachen und überall kleine Gruppen, die gleichzeitig etwas erlebten.
Paarfotos im Regen
Beim Paarshooting fing es an zu regnen.
Natürlich kann man sich für eine Hochzeit anderes Wetter wünschen. Die beiden nahmen es aber erstaunlich gelassen.
Wir fotografierten weiter, teilweise unter Regenschirmen, teilweise einfach im Regen. Einige der Bilder, die dabei entstanden, mag ich gerade deshalb, weil sie nicht nach einem perfekt geplanten Hochzeitstag aussehen.
Regen verändert sofort die Bewegung, die Haltung und die Situation. Man steht näher zusammen, läuft schneller, lacht über Dinge, die man eigentlich nicht geplant hatte.
Für mich gehört so etwas genauso zu einer Hochzeitsreportage wie Sonnenschein.
Feier im Seefugium am See
Später ging es weiter ins Seefugium in Hannover.
Nach Kirche, Gratulationen und Regen wurde der Abend dort deutlich entspannter. Die Gäste verteilten sich am Wasser und im Haus, es wurde gegessen, geredet und irgendwann natürlich auch getanzt.
Auch hier waren wieder viele Kinder dabei. Sie liefen zwischen den Erwachsenen herum, beobachteten, spielten und tauchten immer wieder in den Bildern auf.
Solche Situationen machen eine Reportage für mich lebendig. Eine Hochzeit besteht eben nicht nur aus Brautpaar, Trauung und erstem Tanz. Oft erzählen gerade die Menschen drumherum sehr viel darüber, wie sich dieser Tag wirklich angefühlt hat.
Am Abend wurde es noch einmal deutlich lauter.
Nach den Reden kam der erste Tanz, begleitet von Saxophon, und später war die Tanzfläche voll. Auch hier passierten wieder viele Dinge gleichzeitig, und genau das mochte ich an diesem Tag.
Wenn ich heute durch diese Bilder gehe, erinnere ich mich nicht an einen einzelnen perfekten Moment.
Ich erinnere mich an den Bräutigam mit Tränen in den Augen, an Kinder zwischen den Gästen, Rosenblätter vor der Basilika, Regen und Regenschirme beim Paarshooting und an einen langen Abend am See.
Genau aus solchen unterschiedlichen Situationen entsteht für mich eine Hochzeitsreportage.
Weitere Hochzeiten aus Hannover findet ihr auf meiner Seite als Hochzeitsfotograf Hannover.
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