Meine erste Hochzeitsreportage, oder wie alles begann
Diese Hochzeit habe ich vor mehr als 18 Jahren fotografiert. Ich war damals nicht der Hauptfotograf, sondern als zweiter Fotograf dabei. Und eigentlich wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Hochzeiten einmal ein wichtiger Teil meiner Arbeit werden würden.
Der andere Fotograf arbeitete eher klassisch und inszeniert. Ich hatte dadurch die Freiheit, mich auf das zu konzentrieren, was mich selbst interessierte: auf Situationen, kleine Gesten, Blicke und die Dinge, die zwischen den eigentlichen Programmpunkten passierten.
Schon während dieser Hochzeit wurde mir klar, dass genau darin für mich die Stärke der Hochzeitsfotografie liegt. Nicht darin, einen perfekten Moment herzustellen, sondern einen echten zu erkennen.
Das war für mich der Anfang.
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Warum ich diese Bilder heute noch zeige
Fotografie verändert sich. Kameras, Bildbearbeitung und auch meine eigene Bildsprache haben sich in mehr als 18 Jahren weiterentwickelt.
Trotzdem sehe ich in diesen Bildern vieles von dem, was mich bis heute interessiert.
Menschen reagieren aufeinander. Jemand lacht, schaut weg, wartet, berührt einen anderen Menschen oder vergisst für einen Moment die Kamera. Solche Situationen werden nicht alt.
Vielleicht würde ich einige dieser Bilder heute anders fotografieren. Aber die Entscheidung, wonach ich auf einer Hochzeit suche, ist erstaunlich ähnlich geblieben.
Ich beobachte lieber, als einzugreifen. Ich fotografiere viel, weil ein guter Moment oft unmittelbar vom nächsten abgelöst wird. Und wenn ich bereits ein gutes Bild habe, suche ich weiter, weil vielleicht wenige Sekunden später ein noch stärkeres entsteht.
Diese erste Hochzeit hat mir gezeigt, dass ich auf diese Weise arbeiten möchte.
Und möglicherweise wäre ich ohne sie nie Hochzeitsfotograf geworden.
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Wie ich heute Hochzeiten fotografiere – Hochzeitsreportagen
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